Ein teurer Angriff auf Ehe und Mittelstand
Die Vorlage zur Individualbesteuerung, über die wir am 8. März abstimmen, wird uns als «modern und zeitgemäss» verkauft. Doch hinter der schönen Fassade verbirgt sich ein milliardenteures Bürokratiemonster, das unseren Mittelstand und die Familien viel zu teuer zu stehen kommt.

Der geplante Systemwechsel ist ein administrativer Irrsinn. Wir sprechen hier von 1,7 Millionen zusätzlichen Steuererklärungen. Das bedeutet: Tausende neue «Steuervögte» in der Verwaltung, deren Gehälter vom hart arbeitenden Steuerzahler zusätzlich finanziert werden müssen. Auch der Zuger Regierungsrat äusserte sich aufgrund der massiven Kosten und des Aufwands äusserst skeptisch und beantragte dem Kantonsrat ein Kantonsreferendum, welches von insgesamt zehn Kantonen erfolgreich eingereicht wurde.
Besonders stossend ist die soziale Komponente: Während gutverdienende Doppelverdiener entlastet werden, droht Familien und dem Mittelstand eine Mehrbelastung. Das ist schlicht und einfach unsozial. Die Ehe als Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft wird durch diese «steuerliche Scheidung» massiv angegriffen.
Ehepaare sollen künftig wie Geschiedene behandelt werden: Alles – vom Vermögen über die Hypotheken bis hin zu den Kinderabzügen – müsste künstlich aufgeteilt werden. Ein gigantischer Mehraufwand für jeden Haushalt! Zudem ist die Vorlage ein direkter Angriff auf unseren Föderalismus. Den Kantonen wird ein starres System aufgezwungen, das ihre bewährte Steuerhoheit aushöhlt.
Darum sind die Finanzdirektoren der Kantone dagegen, sowie auch die Konferenz der Kantone (KdK). Wir brauchen sicher keine neue Umverteilung von unten nach oben und auch kein staatlich verordnetes Bürokratiemonster.
Sagen wir am 8. März konsequent NEIN zum Angriff auf unsere Familien und den Mittelstand. Sagen wir NEIN zur Individualbesteuerung! Sie ist kompliziert, ungerecht, teuer!
Karl Nussbaumer, Menzingen
Alt-Kantonsratspräsident
Kantonsrat

