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Für Freiheit, direkte Demokratie, für die Schweiz

Wenn morgen Sonntag im Verlaufe des Nachmittags die Resultate der Abstimmungen vom 14. Juni 2026 bekannt werden, geht einer der aufwändigsten Abstimmungskämpfe der letzten Jahre zu Ende. Kaum je zuvor wurde in der ganzen Schweiz so intensiv um die jeweilige Position gerungen.

Solche harten Auseinandersetzungen sind das Lebenselixier unserer direkten Demokratie. Jeder von uns Stimmberechtigten kann mit seiner Stimme mitentscheiden und mitbestimmen – und zwar im Geheimen. Das ist ein hohes Gut, denn es ist nicht jedermanns Sache, sich ins Stahlbad der Demokratie zu legen.

Vor allem dann nicht, wenn man sich davor Argumente wie jene von Bundesrat Jans anhören muss, die nachweislich Fake News, faktenwidrig, ja schlicht falsch sind und vor allem eines wollen, allen Angst machen und Zweifel streuen. Dies ist eines Bundesrates schlicht unwürdig.

Und dass nachher weitere Herren aus diesem Gremium – allen voran der Aussenminister – noch zusätzliche Schauermärchen verbreiteten, das war ja nur noch peinlich. In unserer Demokratie geht es um die Freiheit, seine eigene Meinung unverfälscht in die Urne zu legen. Man kann als Demokrat mit guten Gründen und aus welchen Motiven auch immer anderer Meinung sein.

Aber was sich die Initianten der Nachhaltigkeitsinitiative – der Initiative gegen eine 10-Millionen-Schweiz – in den letzten Wochen anhören mussten, war weder fair noch in Ordnung. Die SVP ist eine Volkspartei, die eine klare Haltung zu den realen Herausforderungen dieses Landes hat, und sie bringt ihre Ideen immer wieder mutig vor das Volk.

Die Belastungsgrenzen der Schweiz sind längst erreicht, gangbare Lösungen habe ich von den Gegnern jedoch keine einzige gehört. Was wir stattdessen von der Gegenseite an absurden Verschwörungstheorien und Diffamierungen hören mussten, spottet jeder Beschreibung.

Auch wenn sich das morgige Ergebnis um die 50-Prozent-Marke bewegen wird, so heisst das natürlich noch lange nicht, dass all diese Bürgerinnen und Bürger zukünftig automatisch SVP wählen werden. Jede Zuger Partei erhält bei den Wahlen am 4. Oktober diejenigen Noten, von denen die Wählerinnen und Wähler der Meinung sind, dass sie sie auch verdienen. Klar ist: Die Abstimmung über die Nachhaltigkeitsinitiative ist erst der Beginn einer ganzen Reihe von richtungsweisenden Abstimmungen und Wahlen, die für die Zukunft unserer Heimat entscheidend sein werden.

Gerade wenn es um die Rahmenverträge mit der EU geht, steht unsere einzigartige direkte Demokratie auf dem Spiel. Bei der Souveränität darf es keine faulen Kompromisse geben: Der Stand Zug muss über das Ständemehr voll mitbestimmen können. Wir lassen uns unsere Unabhängigkeit weder von Brüssel noch von der abgehobenen Classe politique in Bern wegdiskutieren.

Der Kanton Zug hat als wirtschaftlicher Motor eine Vorreiterrolle, und diese Stärke verdanken wir bürgerlichen Rahmenbedingungen, die unsere Freiheit überhaupt erst ermöglichen. Auch mit der Zustimmung zur Nachhaltigkeitsinitiative wird sich dieses Bild entgegen der Meinung der Gegner auch nicht ändern.

Nutzen Sie deshalb Ihr Stimmrecht. Jede Stimme zählt, um ein klares Signal gegen die Angstmacherei von oben herab und für eine verlässliche Politik zu setzen, welche rechtzeitig die richtigen Rahmenbedingungen setzt. Ein überzeugtes Ja zu unserer Nachhaltigkeitsinitiative ist ein guter Beginn. Wir danken Ihnen bereits heute herzlich für Ihre Unterstützung am 4. Oktober 2026, damit wir für Sie weitere vier Jahre eine gute, konsequent bürgerliche Politik machen können.

Philip C. Brunner, Zug
Präsident SVP Kanton Zug
Kantons- und Gemeinderat

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