Für unsere Sicherheit brauchen wir eine einsatzfähige Armee
In unserer zunehmend instabilen und unsicherer werdenden Welt tritt die Verletzlichkeit der Schweiz mehr und mehr ans Tageslicht. Für die Sicherheit unseres Landes brauchen wir eine einsatzfähige Armee, die auf eine leistungsfähige Rüstungs- und Verteidigungsindustrie angewiesen ist.

Nur eine handlungs- und exportfähige Industrie garantiert die Einsatzbereitschaft unserer Waffensysteme, die Widerstandsfähigkeit im Konfliktfall, die Integration neuer Technologien und eine starke Verhandlungsposition der Schweiz.
Ohne eigene Rüstungsbasis wird die Schweiz zudem zum Sicherheitsrisiko in Europa. Die Schweiz verfügt seit dem Jahr 2021 über eine der restriktivsten Regelungen in Europa für die Ausfuhr von Rüstungsgütern. Staaten, die in der Schweiz Rüstungsgüter beschafft haben, erhalten im Konfliktfall weder Ersatzteile noch Munition.
Auch dürfen unsere Nachbarländer ihre in der Schweiz gekauften Rüstungsgüter bei einem Konflikt nicht nach eigenem Ermessen an ihre Partner weitergeben, was heute indes eine Grundvoraussetzung für Beschaffungen ist.
Das muss rasch geändert werden. Denn die Sicherheitslage in Europa ist heute eine völlig andere: Sie ist sehr angespannt und für die Schweiz überdies äusserst bedrohlich. Die Corona-Epidemie hat uns gezeigt, wie ohnmächtig unser Land ist, wenn uns eigene Produktionsmittel für lebensrettende Versorgungsgüter fehlen.
Das Kriegsmaterialgesetz, über welches das Stimmvolk Ende November 2026 abzustimmen hat, ist eine pragmatische Anpassung an die aktuelle Sicherheitslage und schützt die Schweiz.
Theo Biedermann, Vizepräsident Pro Militia, Cham

