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Gleichstellung statt ideologische Bevormundung

Der Mittelstand ist die tragende Stütze unserer Gesellschaft. Er leistet einen grossen Teil der Freiwilligenarbeit, zu der auch ein erheblicher Anteil an Care-Arbeit gehört. Genau diese Familien aus dem Mittelstand würden jedoch durch die Einführung der Individualbesteuerung finanziell benachteiligt. Da die Familienabzüge auch aufgeteilt werden, können diese nicht voll ausgeschöpft werden.

Damit stellt sich unweigerlich die Frage: Welche Werte wollen wir als Gesellschaft eigentlich vertreten? Wenn sich eine Familie bewusst dafür entscheidet, ihre Kinder selbst zu betreuen und damit eine zentrale Aufgabe für das gesellschaftliche Zusammenleben zu übernehmen, wird sie im Rahmen der Individualbesteuerung faktisch bestraft.

Gleichzeitig wird zu Recht betont, wie wichtig die Arbeit von Kita-Betreuerinnen und -Betreuern ist und dass diese deutlich besser entlöhnt werden sollte. Umso unverständlicher ist es, dass die ebenso wertvolle Arbeit von Familienfrauen und -männern, die ihre Kinder selbst betreuen, kaum Anerkennung findet – weder gesellschaftlich noch finanziell.

Wer Care-Arbeit ernsthaft anerkennt, muss sie auch dann wertschätzen, wenn sie innerhalb der Familie geleistet wird. Alles andere ist unglaubwürdig. Eine Steuerpolitik, die ein Familienmodell fördert und andere gezielt benachteiligt, hat mit Wahlfreiheit nichts zu tun. Das ist keine Gleichstellung, sondern ideologische Bevormundung.

Esther Monney, Unterägeri
Kantonsrätin SVP

 

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