Mitmachen
Artikel

Herti-Siedlung: Wenn Ideologie vor Fakten geht

Die hitzige Debatte um die Herti-Siedlung hat in kurzer Zeit leider die sachliche Grundlage verloren. Was als Anliegen für eine sozialverträgliche Sanierung begann, ist zu einer reinen Schiessbude für linke Ideologie im Wahljahr verkommen.

Es ist offensichtlich: Die Kritik zielt nicht primär auf das Wohl der Mieterschaft ab, sondern nutzt das Thema als politisches Vehikel, um gezielt gegen die Pensionskasse Kanton Zug und auch die WWZ zu schiessen.

Wer heute den Begriff «Leerkündigung» als einzige Schlagzeile akzeptiert, blendet bewusst aus, dass wir es hier mit einem der sozialverträglichsten Erneuerungsprojekte der letzten Jahre zu tun haben. Die Pensionskasse und die WWZ hatten ein Paket geschnürt, das weit über dem Branchendurchschnitt lag: Eine spätere Mietzinsregelung, bei der die Miete maximal 30 Prozent des Einkommens beträgt, dazu Rückkehrgarantien und Ersatzwohnungen zu gleichen Konditionen.

Warum wird dieser Punkt in der öffentlichen Diskussion vehement ignoriert? Weil er nicht in das Narrativ des «bösen Investors» passt, dass man Finanzdirektor Heinz Tännler und den beteiligten Institutionen überstülpen will. Anstatt das sachlich Notwendige – die energetische Sanierung und Modernisierung der 80er-Jahre-Bauten – anzuerkennen, wird mit viel Populismus Stimmung gegen die Institutionen gemacht, welche die Altersvorsorge von vielen Zugerinnen und Zugern sichern.

Wenn heute die Pensionskasse Zug aufgrund ideologischer Blockaden an notwendigen Investitionen gehindert wird, schadet das nicht nur dem Gebäudebestand, sondern langfristig den Versicherten selbst. Es ist bedauerlich, dass auch die «Zuger Zeitung» und andere externe «Kommentatoren» auf diesen populistischen Zug aufspringen, anstatt das Gesamtpaket objektiv einzuordnen.

Wir brauchen in Zug eine Diskussion, die auf Fakten basiert – nicht eine, die einzig dazu dient, politisches Kapital aus der Verunsicherung von Menschen zu schlagen. Die Herti-Siedlung braucht eine Erneuerung, keine ideologische Geiselhaft einiger Schreibtisch- Kommentatoren.

Die Wohnungsnot ist nicht nur in der Stadt Zug gross – es beginnt vorab mit zu viel Zuwanderung – es kommen jährlich netto zweimal alle Einwohner der Stadt Zug in die Schweiz und damit beginnt der Druck auf den gesamten Wohnungsmarkt der ganzen Schweiz. Und: Ist die Wohnungssituation in den Städten mit rot-grünen Mehrheiten, in Zürich, Basel, Bern, Genf besser als hier – leider nicht – weil die Zuwanderung die ganze Schweiz betrifft.

Philip C. Brunner
Gemeinderat, Stadt Zug
Mitglied GGR

Artikel teilen
Kategorien
weiterlesen
Website SVP Schweiz
Kontakt
SVP Schweizerische Volkspartei Kanton Zug, Postfach, 6300 Zug
E-Mail
Social Media
Besuchen Sie uns bei:
Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten und Zugriffe auf unsere Webseite analysieren zu können. Ausserdem geben wir Informationen zur Nutzung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen
Ich bin einverstanden