Ideologie vor Würde: Das Versagen im Kantonsrat
Die Quittung für die mutlose Politik der Regierungsmehrheit ist da – und sie ist beschämend. Vor wenigen Monaten habe ich mit Kolleginnen und Kollegen der SVP mit einer Motion ein stationäres Hospiz für den Kanton Zug gefordert. Wir wollten sterbenden Menschen den würdevollen Abschied in der Heimat ermöglichen, nah bei ihren Liebsten.

Doch die anderen Parteien winkten ab: „Teilerheblich“ erklärt, lieber den ambulanten Ausbau fördern. Die Realität sieht nun so aus: Ein Patient wird aus einem ausserkantonalen Hospiz zurück ins Spital abgeschoben, weil er „zu lange“ zum Sterben braucht. Das ist an Unmenschlichkeit kaum zu überbieten.
Wer ein Zuger Hospiz aus parteipolitischem Kalkül verhindert, nimmt solche Tragödien billigend in Kauf. Die SVP hatte die Lösung auf dem Tisch. Die anderen Parteien hatten nur Ausreden. Den Preis dafür zahlen die Schwächsten in ihrem schwersten Moment. Es ist Zeit, die Scheuklappen abzulegen und endlich Würde vor Ideologie zu setzen!
Thomas Werner, Unterägeri
Kantonsrat

