Mehr Menschen verbrauchen mehr Ressourcen
Die Schweiz wächst – und mit ihr der Druck auf unsere grundlegenden Versorgungssysteme. Es wird immer offensichtlicher: Die Schweiz stösst an ihre Grenzen.

Während die Bevölkerung Jahr für Jahr um ca. eine Stadt St. Gallen wächst, geraten Strom, Wasser und Nahrungsmittel zunehmend unter Druck. Obwohl viele Experten darauf hinweisen, dass das Bevölkerungswachstum einer der zentralen Treiber dieser Engpässe ist, wird das Thema oft gemieden, als wäre es ein Tabu.
Dabei ist es schlicht Realität: Mehr Menschen verbrauchen mehr Ressourcen! Unsere Stromnetze laufen am Limit, Wasserreserven geraten in trockenen Sommern an kritische Punkte und die einheimische Landwirtschaft kann den steigenden Bedarf längst nicht mehr decken. Immer mehr Importe machen uns abhängig von globalen Märkten, die alles andere als stabil sind.
Parallel dazu wächst auch der Müllberg. Pro Jahr 100‘000 Menschen mehr bedeuten auch 67‘000 Tonnen zusätzlichen Abfall! Dieser Abfall muss gesammelt, transportiert, verbrannt oder fachgerecht entsorgt werden. Die Kapazitäten unserer Verbrennungsanlagen stossen an ihre Grenzen. Städte und Gemeinden müssten ihre Infrastruktur schneller erneuern, können aber mit dem rasanten Wachstum nicht schritthalten.
Es ist verantwortungslos, diese Entwicklung einfach hinzunehmen. Wer die Lebensqualität in der Schweiz erhalten will, muss sich trauen, das Bevölkerungswachstum offen und ehrlich zu hinterfragen. Es geht nicht darum, Menschen auszugrenzen, sondern darum, die Belastbarkeit unseres Landes ernst zu nehmen. Nachhaltigkeit beginnt nicht erst beim Recycling – sie beginnt bei der Frage, wie viele Menschen ein kleines Land langfristig tragen kann.
Wenn wir diese Diskussion weiter verdrängen, riskieren wir, dass die Schweiz eines Tages nicht mehr das sichere, stabile und gut versorgte Land ist, das wir heute kennen. Danke an alle, die zur Nachhaltigkeits-Initiative JA sagen, denn es geht um unsere Zukunft, unsere Heimat und darum, ob wir uns noch selbst versorgen können.
Fränzi Keiser, SVP Baar

