Nein zu schon fast kommunistischer Staatsaufblähung
Die Individualbesteuerung ist der Versuch der FDP, Gesellschaftspolitik über das Steuergesetz zu machen. Anstatt, dass man ein faires Splitting macht, sollen über ein kompliziertes System, welches hohe Aufwände der Steuerbehörden erfordert, Ehepaare, bei denen beide Teile arbeiten gefördert werden.

Die Initianten versuchen den Anschein zu erwecken, es sei dasselbe, getrennt zwei Steuererklärungen auszufüllen, ob man verheiratet ist oder nicht. Wer verheiratet ist, weiss, dass ein Auseinandernehmen der Vermögenswerte zu aufwendigen Diskussionen und dem damit verbundenen riesigen Aufwand führt.
Unter anderem wird aufwendig diskutiert, wer jetzt genau welche Vermögenswerte deklariert oder wie das Einkommen bei Selbständigerwerbenden genau aufgeteilt werden soll. Man wird dann erstaunt sein, dass für dieselben Kreise, welche das Gefühl haben, die Arbeit im Haushalt soll vom Staat vergüten werden, diese in der Steuererklärung plötzlich als wertlos klassiert wird.
Es ist erstaunlich und fragwürdig, dass ein Modell, bei dem Eltern bevorzugt behandelt werden, welche ihre Kinder in staatlich finanzierter Kinderbetreuung betreuen lassen, damit beide gleichzeitig arbeiten können, dann auch noch steuerlich „subventioniert“ werden.
Mehr, schon fast kommunistisch anmutende Staatsaufblähung geht fast nicht. Nicht immer ist gut gemeint, auch gut gemacht und schon gar nicht freisinnig! Deshalb empfehle ich ihnen ein deutliches Nein zur völlig deplatzierten Individualsteuer, die das Leben noch komplizierter und teurer macht.
Adrian Risi, SVP Kantonsrat Zug
Komitee Steuerschwindel Nein

