Nein zur Individualbesteuerung – diesem bürokratischen Irrsinn!
Die FDP Schweiz schreibt in ihrem Factsheet zum Bürokratieabbau: «Absurde Bürokratie mit einer Flut von Paragrafen schränkt unsere Freiheit ein. Wir wollen einfache Regeln». Genau, völlig einverstanden!

Doch man soll bekanntlich nicht Wasser predigen und den Wein trinken. Die FDP hat im Ständerat –nur dank dem Stichentscheid des damaligen Präsidenten Caroni – der Vorlage zur Einführung der Individual-besteuerung auf Ebene Bund zum Durchbruch verholfen. Zu einem höchst umstrittenen bürokratischen Monster ohnegleichen!
Um ein Problem zu lösen, das die Kantone auf ihrer Ebene längst mit dem «Splitting» im Griff haben, will man nun allen 26 Kantonen ein neues System aufzwingen – ein massiver Angriff auf den Föderalismus. Die Leidtragenden dieser «liberalen» Fehlplanung sind Ehepaare mit nur einem Einkommen, Alleinerziehende sowie jene, die unentgeltliche Care- oder Freiwilligenarbeit leisten. Für sie wird die Individualbesteuerung zur finanziellen Falle, weil sich Arbeit ausserhalb des klassischen Erwerbslebens schlicht nicht mehr lohnen wird.
Anstatt einer Steuererklärung pro Haushalt müssen 1,7 Mio. zusätzliche Steuerformulare ausgefüllt und verarbeitet werden. Kommt hinzu, dass alle Kantone ihre individuellen Steuergesetze anpassen müssten. Dies mit einer Umsetzungsfrist von bis zu 10 Jahren. Kein Wunder sind die Konferenz der Kantone (KdK) und 21 Kantone entschieden dagegen.
Darum: Stimmen Sie Nein zu diesem bürokratischen Irrsinn!
Philip C. Brunner
Kantonsrat

