Ortsbilder werden zu Betoninseln
Im Editorial der Zuger Zeitung vom 2. Mai lobt der Chefredaktor Patrik Müller den Migros-Chef Mario Irminger. Grund: Dieser erklärt offenbar in einem Interview, was ein Ja zur Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» für die Migros und die Konsumenten bedeuten würde. Und weil er nur die negativen Konsequenzen darlegte und niemandem vorschreiben wollte, wie man zu stimmen hat, zeigte sich Patrik Müller scheinbar beeindruckt.

Da es aber in einer Demokratie immer auch die andere Sicht braucht, möchte ich als Ergänzung gerne einige Folgen bei einem Nein zur Initiative aufzeigen. Mit weiterhin unkontrollierter Einwanderung droht uns in Kürze die 10-Millionen-Schweiz mit mehr Belastung für ein System, das längst am Anschlag ist. Der Ressourcenverbrauch steigt und unsere Selbstversorgung sinkt. Ein kleines Land kann nicht unbegrenzt wachsen, ohne abhängig zu werden.
Unsere Heimat verändert sich spürbar. Landschaften verschwinden, Ortsbilder werden zu Betoninseln, die Mieten explodieren und die Wohnungssuche wird zu einer Herkulesaufgabe. Die Wohnungen werden nicht nur knapper, sondern auch kleiner und teurer – besonders für Familien und Menschen mit mittlerem Einkommen. Das Gefühl einer schweizerischen Identität löst sich langsam auf. Man fühlt sich fremd im eigenen Land.
Die Kriminalität nimmt zu. Täter sind überproportional ausländische Staatsangehörige und füllen unsere Gefängnisse zu rund 80 Prozent. Die Schulen sind am Anschlag, das Bildungsniveau sinkt. Fremdsprachige Kinder sind oft überfordert und behindern Kinder, die unsere Landessprache mitbringen.
Bei einem Nein zur Nachhaltigkeitsinitiative (Keine 10-Millionen Schweiz) würde auch die Zuwanderung in den Sozialstaat noch mehr zunehmen. Viele Zuwanderer tragen oft nur wenig oder nichts zum Wohlstand bei, profitieren aber im gleichen Masse von den ausgebauten Sozialleistungen. Bei Asylbewerbern kommt der Staat sogar vom ersten Moment vollumfänglich für die Krankenkassenprämien auf.
Es ist mir sehr wohl bewusst, dass der letzte Satz mit dem Wörtchen «sogar» eher «unschweizerisch» ist! Gehen Sie aber am 14. Juni unbedingt ganz «schweizerisch» an die Urne und nehmen ihr demokratisches Recht wahr!
Marcel Keiser, Baar

