Wunschdenken versus Realität
Zum x-ten Mal stimmen wir über eine Ernährungsinitiative ab. Alle haben einen ehrenwerten Gedanken, die Umwelt schonen, die Ernährung gesünder machen und diesmal sogar den Selbstversorgungsgrad erhöhen. Nur leider ist die Umsetzung entweder unmöglich oder bewirkt genau das Gegenteil.

Wenn wir den Versorgungsrad auf die gewünschten 70% der Initiative bringen wollen, müssen wir mehr pflanzliche Lebensmittel anbauen. Allerdings verkennt dieser Wunsch die Realität. Denn dadurch müssten wir den Tierbestand massiv nach unten schrauben, da die Felder nicht mehr für Futteranpflanzung und Weideland zur Verfügung ständen.
Dass damit aber weniger Fleisch gegessen würde, ist wohl Wunschdenken. Es würde einfach noch mehr Fleisch importiert. Aber dadurch verschieben wir das Problem einfach ins Ausland. Das ist weder fair noch nachhaltig. Ganz abgesehen davon, wie die Tierhaltung im Ausland aussieht.
Zudem könnten durch den Abbau vom Kuhbestand weniger Milchprodukte produziert werden. Die Folgen davon wären die gleichen, wie beim Fleisch. Also nehmen wir entweder in Kauf, dass unsere Konsumfreiheit massiv eingeschränkt wird, oder wir müssen importiertes Fleisch und Milchprodukte essen.
Ich will beides nicht, daher stimme ich am 27. September Nein zur Ernährungsinitiative!
Esther Monney-Rogenmoser, Unterägeri
Kantonsrätin SVP

