Zauberformel – Zuwanderung – Zug
Am 1. Juni 2002 ist die EU-Personenfreizügigkeit in Kraft getreten. Seither sind mehr als 2 Millionen Personen in die Schweiz eingewandert. Jedes Jahr kommen netto 80’000 Personen in die Schweiz.

Neben der Zuwanderung wird auch der Zustrom an Asylbewerbern faktisch nicht mehr durch die Schweiz kontrolliert. Mit der EU-Personenfreizügigkeit wurde die Schweiz zu einem offenen Scheunentor und das Bevölkerungswachstum ist plötzlich rasant angestiegen. Gemäss Weltbank-Daten (UNO) wächst die Schweiz 16-mal schneller als Deutschland.
Die EU-Personenfreizügigkeit ist somit eine Zauberformel für ein unkontrolliertes und massloses Zuwanderungsprogramm, geprägt durch EU-Mitgliedstaaten, die nie in dem Ausmass von Zuwanderung betroffen sind wie die Schweiz. Mit der Nachhaltigkeitsinitiative («Keine 10-Millionen-Schweiz!») versucht die SVP nun, massvoll der unkontrollierten Zuwanderung entgegenzuwirken. Auch bei deren Annahme dürften weiterhin rund 40’000 Personen und Fachkräfte pro Jahr einwandern.
Im Gegensatz zu anderen Ländern wie Australien oder Kanada ist dieser Ansatz moderat, und dennoch wird er von der Gegnerschaft massiv torpediert und kritisiert. Doch was wäre so falsch an einem strategisch gesteuerten und qualifikationsbasierten Einwanderungssystem? Australien (mitte-links regiert) entscheidet jedes Jahr anhand verschiedener Kriterien, wie viele Menschen einwandern dürfen und welche Qualifikationen aktuell am dringendsten benötigt werden. Es gibt eine Bedarfsliste mit gesuchten Berufen (z. B. Pflegekräfte, Ingenieure, IT-Spezialisten und Handwerker) sowie klare Visa-Kategorien. Unternehmen können gezielt Fachkräfte mittels temporärer Arbeitsvisa ins Land holen. Alle anderen werden konsequent abgewiesen.
Die Schweiz hingegen feiert sinnbildlich täglich «Tag der offenen Tür». Natürlich sind auch Fachkräfte unter den Migranten. Doch wird der Titel «Fachkraft» heute teilweise zu schnell vergeben, und der Inländervorrang greift in gewissen Branchen zu wenig. «Fachkräftemangel» beziehungsweise «Fachkräftebedarf» zählt aktuell zu den Hauptargumenten, um die masslose Zuwanderung zu rechtfertigen. Fakt ist jedoch auch, dass jede Fachkraft wiederum auf andere Fachkräfte angewiesen ist und die bereits stark beanspruchte Infrastruktur zusätzlich belastet.
Diese Spirale kann sich zwar weiterdrehen, doch stösst sie an natürliche Grenzen. Die Schweiz ist ein Land mit Bergen, Wäldern und Seen. Die nutzbare Fläche beträgt rund 30 %. Die urbanen Siedlungsgebiete und Städte umfassen lediglich etwa 8 % der Gesamtfläche. Genau dort, wo der Platz ohnehin knapp ist, wollen sich die meisten Migranten ansiedeln.
Und wie spürt man die Zuwanderung in Zug? Tägliche Verkehrsüberlastung in den Ortszentren, bei der Kurfürstenkreuzung, in Walterswil, etc., Verstopfter ÖV, Verlust von Kultur und Identität, Wohnungsmangel und explodierende Mieten, Steigende Kriminalität, überforderte Schulen und Zubetonierung.
Im Dezember 2025 haben wir seitens der SVP-Fraktion eine Interpellation betreffend «Auswirkungen einer Ablehnung der Nachhaltigkeitsinitiative («Keine 10-Millionen-Schweiz!») auf den Kanton Zug» eingereicht. Der Regierungsrat soll aufzeigen, welche Konsequenzen eine Ablehnung insbesondere für Verkehrsinfrastruktur, öffentlichen Verkehr, Energie- und Wasserversorgung sowie Wohnraumsituation, Mietpreise und Schulraum hätte.
Stimmen Sie am 14. Juni JA zur «Nachhaltigkeitsinitiative» – für eine vernünftige Zuwanderungspolitik und für eine Schweiz mit hoher Lebensqualität.
Adrian Rogger
Kantonsrat
Präsident SVP Baar

