Zwangsfinanzierter Einheitsbrei
Wenn SRF am Pfingstsonntagabend einem Bundesrat wie Beat Jans kurz vor der Hauptausgabe der Tagesschau eine unkritische Bühne bietet, um gegen die vom Volk eingereichte Nachhaltigkeits-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» zu argumentieren, dann ist das ein direkter Eingriff in die politische Meinungsbildung und verletzt für mich ganz klar den Kern unserer demokratischen Kultur!

Demokratie braucht Rede und Gegenrede – nicht einseitige Botschaften, die Millionen von Zuschauerinnen und Zuschauern unmittelbar vor der Haupttagesschau unausgewogen beeinflussen und manipulieren. Wer so «informiert» wird, kann sich kaum noch eine unabhängige Meinung bilden.
Dass ich diese Form der politischen Berichterstattung auch noch über die Serafe-Gebühren mitfinanzieren muss, ist nur ein zusätzlicher, bitterer Beigeschmack. Das eigentliche Problem ist der Verlust an Ausgewogenheit, der das Vertrauen in Bundesrat und SRF gefährlich erodieren lässt.
Fränzi Keiser, Baar

