Individualbesteuerung – NEIN!
An einer Podiumsdiskussion im Burgbachsaal wurde die Familie, welche ihre Kinder selbst betreut, erzieht und so auf zusätzliches Einkommen verzichtet, als «Auslaufmodell» bezeichnet und als Profiteure des jetzigen Steuersystems.

Man kann aber auch die Heirat als antiquiert betrachten, also bräuchten die Paare, welche sich vom System benachteiligt fühlen einfach nicht zu heiraten – Problem gelöst. Im Ernst, bei Annahme der Individualbesteuerung sind die Familien, welche die Betreuung nicht an den Staat delegieren doppelte Verlierer. Sie zahlen mehr Steuern und subventionieren damit die Fremdbetreuungsmodelle noch stärker.
Dies kann dazu führen, dass die selbstbetreuende Person de facto gezwungen wird Geld zu verdienen, weil sonst ihr Familienmodell nicht mehr finanzierbar ist. Dies ist unfair! Unsinnig ist auch, dass 26 Kantone ihr Steuersystem umkrempeln müssen, obwohl das Problem eigentlich nur die Bundessteuer betrifft. Dort hätte man den Hebel ansetzen müssen.
In Zug rechnet die Regierung gar eher mit mehr Einnahmen durch die Individualbesteuerung. Allerdings wird der Aufwand für 30’000 zusätzliche Steuererklärungen beträchtlich sein. Die Behauptung der Befürworter, es gäbe praktisch keinen Mehraufwand, kann ich beim besten Willen nicht ernst nehmen.
Deshalb ein klares NEIN zur Individualbesteuerung.
Emil Schweizer, Kantonsrat
SVP Neuheim

