Unsere Schulen brauchen Entlastung – Ja zur Nachhaltigkeits-Initiative!
Mit Sorge habe ich den Bericht über die sinkenden Deutschkompetenzen an den Schulen (Zuger Zeitung vom 19. Mai 2026) sowie die aktuellen Zahlen zur sprachlichen Zusammensetzung unserer Schülerschaft zur Kenntnis genommen. Die Entwicklung in Baar und im Kanton Zug sollte uns zu denken geben.

Gemäss den aktuellen Zahlen besuchen im Kanton Zug bereits heute 45,4 Prozent fremdsprachige Schülerinnen und Schüler die obligatorische Schule. Privatschulen ausgenommen. Damit liegt Zug im kantonalen Ranking – nach Basel und Genf – auf dem dritten Platz und deutlich über dem Schweizer Durchschnitt von 35,7 Prozent. Auch der Ausländeranteil von 36,3 Prozent gehört zu den höchsten Werten der Schweiz. Die Statistik zeigt klar: Unser Kanton steht vor deutlich grösseren Herausforderungen als viele andere Regionen des Landes.
Besonders augenfällig wird diese Entwicklung in Baar. Von insgesamt 2’302 Schülerinnen und Schülern verfügen 682 über die Einordnung «Deutsch als Zweitsprache» (DaZ). Das entspricht bereits heute knapp 30 Prozent aller Schülerinnen und Schüler. Noch alarmierender ist jedoch der Blick auf die künftigen Erstklassen: Für den Schulstart im August 2026 werden 124 von 222 Kindern als DaZ-Schüler eingestuft. Das sind rund 56 Prozent – also mehr als jedes zweite Kind.
Die Ursachen dieser Entwicklung liegen auf der Hand: Die anhaltend hohe Zuwanderung stellt Gemeinden wie Baar vor immer grössere Herausforderungen.
Wer die Qualität unserer Volksschule erhalten will, darf diese Entwicklung nicht länger ignorieren. Es braucht eine Zuwanderungspolitik, die sich an den Kapazitäten unseres Landes orientiert. Genau hier setzt die Nachhaltigkeitsinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» an. Sie fordert eine eigenständige Steuerung der Zuwanderung und setzt damit ein wichtiges Zeichen für unsere Schulen, unsere Gemeinden und die Zukunft unserer Kinder.
Darum: Ja zur Nachhaltigkeitsinitiative.
Adrian Rogger
Kantonsrat / Präsident SVP Baar

