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Aufruf zum 1. August 2026: Zu unseren Wurzeln Sorge tragen – heute und morgen!

Liebe Schweizerinnen und Schweizer, Geschätzte Mitglieder der SVP Kanton Zug, Werte «Fraue und Manne»

Am 1. August feiern wir wieder den Geburtstag unserer geliebten Schweiz. Heute schreiben wir das Jahr Anno Domini 2026 und blicken somit auf stolze 735 Jahre Geschichte zurück. Ein Moment, um innezuhalten und uns bewusst zu werden, woher wir kommen und welch tiefe Wurzeln uns als Nation prägen. Gleichzeitig erinnern wir uns, dass die SVP Kanton Zug dieses Jahr ihr 35. Geburtsjahr feiert, gegründet im September 1991, 700 Jahre nach der Gründung der Eidgenossenschaft. Entstanden ist unser Land als Schutzbündnis, als freiwilliger Zusammenschluss von stolzen Talschaften und dem späteren Zusammenschluss mit mächtigen Städten.

Juli 2026: Erinnern Sie sich noch an das rote Käppi, das Bundespräsident und SVP-Bundesrat Guy Parmelin bei seinem USA-Besuch trug? Darauf stand: «Switzerland – great since 1291». Eine witzige Anspielung auf Trumps US-Kampagne, aber mit einem absolut wahren Kern. Ja, die Schweiz ist ein grossartiges Land! Entstanden vor 735 Jahren mit unseren Urkantonen Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden.

Unsere Schweiz ist gewachsen wie ein Baum: Knorrig, mit krummen Ästen, geprägt von der Zeit und nicht fehlerlos perfekt. Aber sie steht heute mit unerschütterlich starken Wurzeln da. Sie hat Stürme überstanden, karge Perioden und Kriege durch- und überlebt und ist an ihren Aufgaben gewachsen. Diese 735-jährige Erfolgsgeschichte zeigt: Wenn die Wurzeln stark genug sind, übersteht ein Land jede Krise.

In keinem anderen Staat der Welt verfügen die Bürgerinnen und Bürger über so viel Freiheit, Selbstbestimmung, Sicherheit und Wohlstand wie in der Schweiz. Doch das Fundament der Schweiz ist kein Selbstläufer. Es braucht in jeder Generation Frauen und Männer, die es verteidigen. Jetzt sind wir alle gefordert. Denn trotz Internet, Smartphone und künstlicher Intelligenz sind die Grundfragen dieselben wie 1291, als sich die Urkantone damals gegen fremde Steuervögte und fremde Richter verbündeten. Es geht um unsere Freiheit. Und diese Freiheit ruht auf drei einzigartigen Hauptwurzeln:

  • Der direkten Demokratie: Die Bevölkerung ist der oberste Souverän. Wir bestimmen selbst – vom Veloweg in der Gemeinde bis zu den Steuern im Kanton und Bund.
  • Der bewaffneten Neutralität: Wir mischen uns nicht in fremde Konflikte ein. Diese Neutralität ist keine Feigheit, sondern unsere Überlebensversicherung. Sie hält uns aus fremden Händeln heraus und schützt den Kleinstaat. Weil die Politik diesen Trumpf heute leichtfertig verspielt, braucht es die Neutralitätsinitiative, um unsere Neutralität vor schwachen Politikern zu schützen.
  • Dem Föderalismus: Unser Staat wächst von unten nach oben – von der Gemeinde zum Bund. Ein gesunder «Kantönligeist» ist uns tausendmal lieber als ein krankhafter Bürokratieapparat in Brüssel!

Bewahren, was wir lieben: Keine fremden Richter!
Wenn wir an diesen Wurzeln sägen, verdorrt der ganze Baum. Und genau das droht uns aktuell. Ich muss es auch zum diesjährigen Nationalfeiertag in aller Deutlichkeit sagen: Der geplante EU-Unterwerfungsvertrag wird unsere Schweizer Freiheit schleichend zerstören, dies zu erkennen muss man kein Prophet sein.

Mit diesem Vertrag müssten wir automatisch EU-Recht übernehmen und uns den fremden EU-Institutionen unterordnen. Das Letztentscheidungsrecht läge beim EU-Gerichtshof. Das ist, wie wenn wir im WM-Final spielen und der Schiedsrichter von der gegnerischen Mannschaft gestellt wird! Das ist das absolute Gegenteil unseres Bundesbriefs. Es ist völlig klar: Weder fremde Vögte noch fremde EU-Richter dürfen uns vorschreiben, wie wir zu leben haben!

Der 1. August 2026 ist auch ein Besinnungstag. Schauen wir mit Stolz auf unsere Geschichte – und fragen wir uns selbst, ob die EU auch 735 Jahre durchhalten wird? Wir dürfen nicht die gleichen Fehler machen, welche unsere europäischen Nachbarn in verschiedener Hinsicht gemacht haben und noch immer machen. Diese Fehlentwicklungen in Deutschland, Frankreich und Italien zu sehen, sollte uns auch nachdenklich stimmen und wachsam machen – wir müssen uns auf uns und unsere Eidgenossenschaft besinnen und verhindern, dass wir den gleichen Weg einschlagen.

Wir von der SVP bleiben unseren Grundsätzen treu: Wir kämpfen mit aller Kraft gegen diese EU-Verträge, für eine starke Schweizer Armee und für den Erhalt unserer Heimat und deren Identität. Wenn wir unsere Wurzeln verlieren, verlieren wir unsere Heimat. Das dürfen wir niemals zulassen!

Tragen wir Sorge zu unserer Schweiz – damit wir auch in Zukunft voller Stolz sagen können:
«Unsere Schweiz – seit 1291 einfach grossartig!»

Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen, stolzen 1. August!

 Philip C. Brunner, Zug
Präsident SVP Kanton Zug
Kantonsrat

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