Mitmachen
Artikel

Grosse Worte und schlicht nichts dahinter

Die Zuger Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 14. August von einem Wohnbauprojekt auf dem LG-Areal mit voraussichtlich überteuerten Mietpreisen. Mietpreise von 5’000 Franken für eine 3,5-Zimmer-Wohnung finde ich auch überrissen. Da sind wir uns einig.

Der Kommentar der Journalistin «Es scheint längst nicht mehr nur die Sorge von Links-Grün zu sein, dass der Zuger Mittelstand immer öfter wegen des ausgetrockneten Wohnungsmarkts über die Kantonsgrenze ziehen muss – zumindest während des aktuellen Wahlkampfs» ist allerdings nicht nur eine deplatzierte Spitze gegen bürgerliche Politiker, sondern schlichtweg heuchlerisch.

Ich erinnere daran, dass das Projekt der Zuger Pensionskasse im Hertizentrum 47 neue Wohnungen geschaffen hätte. Leider wurde es hauptverantwortlich von der Zuger Zeitung abgeschossen. Schlechter, auf Halbwissen basierender, effekthascherischer Journalismus entwickelte eine toxische Wirkung. Gefeiert wurde dieser Absturz von mehreren linken Persönlichkeiten, der ALG, der CSP und der SP. Man könnte meinen, dass Rot-Grün das Problem der Wohnungsknappheit gar nicht lösen, sondern lediglich bewirtschaften will. Es ist ja auch das einzige, das ihnen in Zug noch bleibt.

Dabei ist zu beachten, dass nicht die Linken ins Risiko gehen und Wohnraum schaffen, sondern private Investoren – wenn man sie denn lässt. Die SP-Initiative «2000 Wohnungen für den Zuger Mittelstand» hat bislang vor allem Wohnungen verhindert, so zum Beispiel beim Projekt der Zuger Kantonalbank, dessen Bebauungsplan an der Baarerstrasse eine Aufstockung um sieben Stockwerke mit kleineren preisgünstigen Wohnungen für Ältere vorgesehen hätte, was grössere Wohnungen für Familien freigespielt hätte.

Ja, hätte, denn daraus wird nun nichts. Stattdessen darf die Bank im Rahmen der bestehenden Bauordnung nur drei Stockwerke mit Büroräumlichkeiten realisieren… Weder diese Zeitung noch die Linken sollten sich als moralische Instanzen in Sachen Wohnungsbau aufspielen.

Philip C. Brunner
Kantonsrat, Zug

Artikel teilen
Kategorien
weiterlesen
Website SVP Schweiz
Kontakt
SVP Schweizerische Volkspartei Kanton Zug, Postfach, 6300 Zug
E-Mail
Social Media
Besuchen Sie uns bei:
Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten und Zugriffe auf unsere Webseite analysieren zu können. Ausserdem geben wir Informationen zur Nutzung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen
Ich bin einverstanden