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Integration statt Kultur-Unterricht für Ausländer

Der SVP-Kantonsrat Thomas Werner schreibt zu Plänen der Zuger Regierung im Zusammenhang mit dem Budget 2023.

Stellenprozente für einen Bereichsleiter Heimatliche Sprache und Kultur. Statt Integration in die Schweizer Kultur, statt Schweizerdeutsch auf unseren Pausenplätzen wollte die Zuger Regierung den ausländischen Kindern ihre Heimatsprache und Heimatkultur näherbringen und die bereits in einigen Gemeinden bestehenden Angebote kontrollieren. Die Gemeinden sollen zu diesem Zweck auch ausreichend Schulraum zur Verfügung stellen. Dies wäre für die Gemeinden wiederum mit hohen Kosten verbunden.

Ich finde, dass die Ermöglichung und Unterstützung des Erlernens der «Heimatlichen Kultur» keinesfalls unsere Aufgabe ist und dass dadurch die erfolgreiche Integration in unsere Kultur und unsere Sprache für die fremden Kinder zusätzlich verhindert und erschwert würde. Die Regierung stellte anlässlich der Budgetdebatte im Kantonsrat den Antrag für einen Bereichsleiter HSK (Heimatsprache und Kultur). Sie wollte für diese Aufgabe 20 Stellenprozente budgetieren, obwohl keine gesetzlichen Grundlagen in Form eines Bundesgesetzes oder eines Kantonsratsbeschlusses bestehen.

Wir mussten vermuten, dass die Regierung vorhat, die HSK rechtlich zu verankern, sodass die Verbindlichkeit generell steigt. Sobald die Stelle gesprochen ist, sollten gemäss Regierung die Gesetzgebungsarbeiten an die Hand genommen werden, was für die Zukunft mit Sicherheit bedeuten würde, dass diese 20 Stellenprozente nicht mehr ausreichend wären und schon bald weitere Forderungen folgen würden.

Wehret den Anfängen! Zuerst sollen, was für eine gute Integration enorm wichtig ist, unsere ausländischen Einwohner und Mitbürger Deutsch lernen. Sie sollen sich mit uns in unserer Landessprache unterhalten können, sie sollen sich integrieren und sie sollen unsere Kultur kennen lernen.

Bereits hier setzt die SVP auf Eigenverantwortung und war nicht damit einverstanden, dass die steuerzahlende Bevölkerung Mittel dafür bereitstellen muss. Und jetzt sollen wir auch noch dafür verantwortlich sein und dafür bezahlen, dass Ausländerinnen und Ausländer, die sich für ein Leben in der Schweiz entschieden haben, ihre Muttersprache erlernen und wir sollen auch dafür verantwortlich sein, ihnen die Kultur ihrer alten Heimat beizubringen.

Das widerspricht in höchstem Masse einer guten Integration. So würde eine erfolgreiche Integration verhindert und die Bildung von Parallelgesellschaften würde gefördert. Welchen Teil zum Beispiel der afghanischen Kultur sollen wir denn diesen jungen Afghanen in der Schweiz beibringen? Dass sie kein Recht auf Bildung haben, dass sie nicht Auto fahren dürfen, dass sie sich verschleiern müssen? Was würden wir jungen Chinesen über ihre Kultur erzählen? In China gibt es diverse Kulturen.

Die SVP ist klar der Meinung, dass es reicht, wenn die jungen Ausländerinnen und Ausländer ihre Kultur aus der Heimat ihrer Vorfahren und die Sprache ihres ursprünglichen Herkunftslandes von ihren eigenen Eltern vermittelt erhalten. In erster Linie sollen sie sich aber hier in der Schweiz integrieren und unsere Landessprache lernen, was übrigens von jedem anderen Land ebenfalls gefordert wird. Die SVP und die FDP konnten gemeinsam gegen die Mitte und die Linken diese verhängnisvolle Entwicklung stoppen.

Thomas Werner, Kantonsrat SVP
Unterägeri

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