Nachhaltigkeit beginnt auf dem Arbeitsmarkt
Am nächsten Sonntag stimmen wir über die Nachhaltigkeitsinitiative ab. Für mich steht dabei eine einfache Frage im Zentrum: Tun wir genug für die Menschen, die bereits in unserem Land leben und arbeiten?

Trotz Rekordzuwanderung haben vor allem viele ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Schwierigkeiten, eine Stelle zu finden. Viele Unternehmen rekrutieren Fachkräfte lieber im Ausland, statt in die Aus- und Weiterbildung von inländischen Arbeitskräften zu investieren. Gleichzeitig steigen die Belastungen bei Verkehr, Wohnraum und Infrastruktur.
Die Nachhaltigkeitsinitiative setzt hier ein wichtiges Signal. Statt den Fachkräftemangel durch immer neue Zuwanderung zu bekämpfen, schafft sie Anreize, das inländische Arbeitskräftepotenzial besser auszuschöpfen. Dazu gehören ältere Arbeitnehmende, Berufsrückkehrerinnen und Berufsrückkehrer sowie die Aus- und Weiterbildung der einheimischen Arbeitskräfte.
Wer strukturelle Herausforderungen allein mit zusätzlicher Zuwanderung lösen will, vergrössert gleichzeitig den Druck auf den Wohnungsmarkt, die Verkehrsinfrastruktur, die Schulen und das Gesundheitswesen. Der grosse Nutzen der Initiative liegt darin, dass sie nachhaltige Lösungen fördert, die den Menschen im eigenen Land zugutekommen, und gleichzeitig dazu beiträgt, die zunehmende Belastung des Wohnungsmarkts, der Verkehrsinfrastruktur, der Schulen und des Gesundheitswesens einzudämmen.
Darum stimme ich am Sonntag überzeugt Ja zur Nachhaltigkeitsinitiative.
Livio Bundi, Kantonsrat SVP Steinhausen

