Sicherheit, Freiheit und Wohlstand sind keine Selbstverständlichkeit
Sicherheit, Freiheit und Wohlstand sind keine Selbstverständlichkeit! Die aktuellen geopolitischen Spannungen, in Europa und weltweit zeigen schmerzlich, dass wir alle aktiv für unseren Frieden und unsere Unabhängigkeit einstehen müssen.

Am 29. November 2026 stimmen wir über die Anpassung des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) ab – und es geht dabei um weit mehr als um blosse Waffenexporte: Es geht um unsere Sicherheit und unsere Zukunft. Eine glaubwürdige bewaffnete Neutralität setzt voraus, dass sich die Schweiz im Ernstfall selbst verteidigen kann. Dafür brauchen wir eine durchhaltefähige Armee.
Als Offizier weiss ich seit langem, das beste Material zur Verteidigung im Zeughaus nützt nichts, wenn komplexe Waffensysteme nicht regelmässig gewartet, instandgehalten und mit Ersatzteilen versorgt werden. Andere Staaten werden im Krisenfall zuerst ihre eigenen Truppen versorgen. Hier schliesst sich der Kreis zu unserer heimischen Rüstungsindustrie:
Sie ist das Fundament unserer Verteidigungsfähigkeit. Ohne Zugang zu internationalen Absatzmärkten kann eine spezialisierte Industrie in der Schweiz langfristig nicht wirtschaftlich bestehen. Die heutige, zu restriktive Gesetzgebung erschwert es unseren Unternehmen jedoch, befreundete Staaten mit gemeinsamer Werteordnung zuverlässig zu beliefern.
Die massvolle Anpassung des KMG korrigiert dies, stärkt unsere internationale Zusammenarbeit und wahrt gleichzeitig strikt unsere humanitäre Tradition sowie das Neutralitätsrecht. Es geht um den Erhalt von unverzichtbarem Know-how, Innovation und Ausbildungsplätzen im eigenen Land.
Was wir heute an industriellen Fähigkeiten verlieren, können wir im Ernstfall nicht einfach nachbestellen. Sicherheit ist nicht alles, aber ohne Sicherheit ist alles nichts. Sorgen wir dafür, dass unsere Schweiz auch morgen stark und unabhängig bleibt. Darum empfehle ich ein klares Ja zur KMG-Anpassung.
Philip C. Brunner
Präsident SVP Kanton Zug
Kantonsrat, Zug

