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Sterben in Zug

Es ist vielleicht kein leichtes oder angenehmes Thema, doch wir Alle werden mehrmals im Leben damit konfrontiert und am Ende sind wir selbst davon betroffen. Aktuell ist es aber auch eine Sache, welche in Zuger Medien thematisiert wird. Eine Zugerin musste das Hospiz in Affoltern verlassen, da sie zu lange nicht starb.

Da im Kanton Zug kein eigenes Hospiz besteht, werden Palliativ Patienten in ausserkantonalen Einrichtungen betreut. Diese unbefriedigende Situation veranlasste mich und fünf weitere Mitglieder unserer Partei, mittels Vorstoss im Kantonsrat die Regierung mit der Planung eines Solchen zu beauftragen. Leider wurde dies im Kantonsrat knapp abgelehnt, zu meiner Überraschung auch geschlossen von der SP.

Die Argumentation der Regierung war wenig überzeugend. Während ein von der Gesundheitsdirektion in Auftrag gegebenes Konzept-Papier einen Bedarf von 12 Betten ermittelte, sprach die Regierung von 2 Betten, die es bräuchte, zudem verwies sie auf die ambulante Palliativbetreuung. Diese funktioniert aber nicht, wenn Sterbende eine medizinische 24/7 Betreuung benötigen.

Gesellschaftlich betrachtet steht der Kanton Zug vor der Herausforderung, eine alternde Bevölkerung angemessen zu versorgen. Die demografische Entwicklung zeigt, dass die Zahl der Menschen mit unheilbaren Krankheiten steigt. Ein Sterbehospiz vor Ort wäre ein Zeichen für eine mitfühlende und verantwortungsbewusste Gemeinschaft, die den Menschen in ihrer letzten Lebensphase würdevoll begleitet.

Ein Sterbehospiz im Kanton Zug würde es ermöglichen, dass Patienten in vertrauter Umgebung bleiben können, ohne die zusätzliche Belastung einer langen Anreise für die Angehörigen, für die es sowieso eine schwere Zeit ist.

Es kann als Teil eines umfassenden Versorgungsnetzwerks wirken, das ambulante Palliativversorgung, Hospizdienste und Notfallkompetenz miteinander verbindet. Zudem ist es ein langfristiges Projekt, es muss nichts «übers Knie gebrochen» werden. Gerade deshalb ist es aber wichtig, dass an Lösungen gearbeitet wird, bevor Demografie und Bevölkerungswachstum einen Notstand auslösen.

Wir bleiben dran.

Emil Schweizer Kantonsrat SVP

 

 

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