Trotz Nein-Mehrheit ein klares Signal an die Zuger Politik
Die Gegner der 10-Millionen-Initiative feiern das kantonale Nein von 52,4 % im Kanton Zug. Wer jedoch genau hinschaut, merkt: Die SVP hat bei der gestrigen Abstimmung zwar knapp verloren, politisch aber einen massiven Pflock eingeschlagen. Denn die nackten Zahlen aus unseren Gemeinden sprechen eine andere Sprache als das kantonale Gesamtergebnis.

In sechs von elf Zuger Gemeinden hat die Stimmbevölkerung der SVP-Initiative zugestimmt! Während in den «urbanen» Gemeinden das Nein überwog, haben die Stimmbürger in der Mehrheit, in sechs von elf Zuger Gemeinden – dort, wo der Druck auf den Wohnungsmarkt, die Schulen und die Infrastruktur täglich ebenfalls stark spürbar ist – die Reissleine gezogen.
Die fast 48 % Ja-Stimmen im Kanton Zug (und 45,2 % schweizweit) sind ein eindrückliches Ergebnis. Wenn fast die Hälfte der Bevölkerung bereit ist dazu Konsequenzen in Kauf zu nehmen, dann beweist das eines: Diesen Menschen reicht es! Sie sind den ewigen Vertröstungen der Wirtschaftsverbände und den Beruhigungspillen der Mitte-Links-Politik dazu nicht mehr zugänglich.
Mit einem kantonalen Wähleranteil von zuletzt rund 22 % (bei den kantonalen Wahlen 2022) ist es der SVP am Sonntag gelungen, weit über die eigenen Parteigrenzen hinaus bis tief in den Freisinn und die Mitte hinein Ja-Stimmen zu mobilisieren. Warum? Weil wir die einzige Partei sind, die das Thema Nummer 1 beim Namen nennt.
Vor allem die FDP hat es im Parlament leider versäumt, den berechtigten Sorgen der Bevölkerung mit einem von der Mitte vorgeschlagenen Gegenvorschlag zu begegnen. Sie haben die Zuwanderungsfrage jahrelang ausgesessen und beabsichtigen dies zusammen mit den Linken weiter zu tun.
Die Zuwanderungsmüdigkeit im Kanton Zug ist real. Die von der Zuwanderung geschaffenen Probleme verschwinden mit diesem knappen Nein nicht einfach. Es gibt aktuell von der sogenannten Allianz, Gegner der SVP, keinen einzigen konkreten Vorschlag, wie der Zuwanderung zu begegnen ist.
Aus den 48% Ja-Stimmen im Kanton Zug werden bei der nächsten Abstimmung ganz schnell über 50 % werden, wenn die Regierung nicht bald liefert. Die SVP hat am 14.6.2026 eine Abstimmung verloren, aber an politischer Schlagkraft gewonnen – diese Debatte muss im Interesse der Schweiz weitegeführt werden. Ich danke allen, welche die SVP gestern bei diesem wichtigen Anliegen unterstützt haben.
Philip C. Brunner, Zug
Präsident SVP Kanton Zug, Kantonsrat

