Billige Arbeitskräfte aus dem Ausland um teure 50+ Mitarbeiter zu ersetzen
Es ist unbestritten eine wegweisende und emotionale Abstimmung für unser Land. Erlaubt dies aber fragwürdige Behauptungen, oder gar Unwahrheiten als Tatsachen darzustellen?

Jüngste Beispiele sind der «zufällig» jetzt erschienene Bericht, der vom Bundesrat in Auftrag gegeben wurde. Die Verfasser erwähnen explizit, dass es sich um mögliche Szenarien handelt, nicht um belegbare Zahlen. Dies hindert Medien und Bundesrat aber nicht, es in den Titeln als Fakten erscheinen zu lassen.
Mantra mässig wir auch behauptet, ein Ja führe mit Sicherheit zum Ende der Bilateralen, oder es dürfe niemand mehr einwandern, was natürlich nicht stimmt. Eine SP-Politikerin zeigt im Tagesschau Bericht mit dem Finger auf eine Grenzbrücke und behauptet «dort wird nach einem Ja ein Zollhäuschen stehen», was soll man da sagen? Alle, die ein bisschen informiert sind wissen, es geht nicht um keine, sondern um eine für die Schweiz sinnvolle Zuwanderung.
Die Gastronomie und die Gesundheitsberufe fürchten um ihre Reservoire an Arbeitskräften. Erstens sind, wie gesagt, Fachkräfte weiterhin willkommen und zweitens gibt es laut SECO in diesen Bereichen per April 2026 11’600 bzw. 12’600 Arbeitslose, Tendenz steigend, nämlich im Vergleich zu April 2025 + 8,5% bzw. + 13%.
Geradezu Haarsträubendes steht im Abstimmungsblatt des Gewerkschaftsbundes, welches in meinem Briefkasten lag. Laut SGB wird es zur totalen Verarmung der Arbeiter, Angestellten und Rentner führen. Ich glaube das prophezeite er bereits 1992, bei der EWR-Abstimmung.
Seine «natürlichen Gegner», die Konzerne und deren Verbände weibeln auch für ein Nein und buttern Millionen in die Kampagne. Das verstehe ich auch, einerseits kommen jährlich 80’000 potenzielle neue Kunden, andererseits fürchtet man den Verlust billiger Arbeitskräfte, mit denen man die teuren 50+ Mitarbeiter ersetzt. Um die kann sich dann Gesellschaft und Staat kümmern.
Also, glauben Sie bitte nicht alles und stimmen Sie selbstbewusst JA, für eine souveräne, lebenswerte Schweiz!
Emil Schweizer, Kantonsrat SVP Neuheim

