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Schweizer Bauern dem EU-Grössenwahn opfern?

CVP-Bundesrätin Doris Leuthard hat bekanntlich bereits im Jahre 2008 Verhandlungen mit der EU eingeleitet und bis zu ihrem Departements-Wechsel emsig vorangetrieben. Ziel des von ihr angestrebten sogenannten Agrar-Freihandels mit der EU ist es, landwirtschaftlichen Produkten aus der EU den uneingeschränkten Zugang zum Schweizer Markt zu ermöglichen. Das wäre dann das „Aus“ für die Schweizer Landwirtschaft!  Interessant zu wissen ist, dass CVP-Leuthard ihre Verhandlungen ausgerechnet vom EU-Integrationsbüro des EDA koordinieren liess, also vom Departement der EU-beitrittswütigen Bundesrätin Calmy-Rey, SP.

Bauernhöfe in der EU sind bekanntlich Industriebetriebe. Ohne Rücksicht auf artgerechte Tierhaltung wird „auf Teufel komm raus“ produziert, mit viel Chemie- und Hormon-Einsatz. Die enormen Anbau-Flächen der Betriebe sowie hohe Subventionen ermöglichen es ihnen, „billig“ zu produzieren. Schweizer Bauernbetriebe sehen deutlich anders aus. Um das festzustellen, hätte Frau Leuthard sich Zeit nehmen müssen, um in unserem schönen Land ein paar Wanderungen zu unternehmen. Statt andauernd nach Brüssel zu pilgern, wenigstens kommt sie nun nächstens nach Zug sich vor Ort einen Augenschein zu nehmen.

Wieso hat unser Bundesrat so wenig Selbstbewusstsein? Wieso glaubt er zum Vornherein, die EU mache einfach alles besser und wir müssten hörig und obrigkeitsgläubig alle Ansichten der EU übernehmen, als seien sie „Gott gegeben“, und als sei die Schweiz schon jetzt ein Vasallenstaat der EU?

Leider ebenfalls auf das Konto von CVP-Leuthard geht die völlig blödsinnige und einseitige (!) Übernahme des „Cassis-de-Dijon“-Prinzipes vor einem Jahr: Alle in der EU zugelassenen Produkte sind nun automatisch auch in der Schweiz zugelassen, nicht aber umgekehrt! Es wurde der EU also ein Vorteil zugestanden, ohne den Schweizer Produzenten das gleiche Recht vertraglich zu sichern! Den Konsumenten hat es gar nichts gebracht, die Produkte sind nicht billiger geworden, gesunken ist nur die Qualität. So lässt heute das Bundesamt für Gesundheit Import-Produkte auf den Schweizer Markt, die es früher niemals akzeptiert hätte. Solche Machenschaften sind skandalös. Unsere Landwirtschaft wird seit Jahren systematisch „ver…“, die CVP weiss leider ganz offensichtlich nicht mehr wo ihre Wurzeln eigentlich sind oder besser gesagt, wo sie waren.

Es ist dringend notwendig, die Weichen an den bevorstehenden Parlamentswahlen und den anschliessenden Bundesratswahlen nun endlich richtig zu stellen. Wir Zuger und Zugerinnen brauchen in Bern mindestens einen Vertreter, welcher die Stärken der Schweiz, und ganz besonders die Stärken unseres Schweizer Bauernstandes, in Bern wieder ins richtige Licht rückt und dem Bauernstand wieder den ihm zustehenden Stellenwert zurückgibt !

Philip Brunner, Ständeratskandidat, Zug
10. Oktober 2011

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